Bei sommerlichen Temperaturen trafen sich am 18. Juli mehr als 40 Welpen und Junghunde mit ihren Führerinnen und Führern zum Welpenspieltag der Landesgruppe Baden-Württemberg Nord in Schlaitdorf. Dank der hervorragenden Vorbereitung und der Unterstützung zahlreicher Helfer konnte den Teilnehmern wieder ein abwechslungsreicher und lehrreicher Ausbildungstag geboten werden.
Nach der Begrüßung aller Teilnehmer durch Dieter Sulz wurden zunächst der Tagesablauf sowie die einzelnen Stationen vorgestellt. Besonderes Interesse fand dabei ein Stand mit verschiedenen Ausbildungsutensilien. Hier konnten sich insbesondere Erstlingsführer einen guten Überblick über die Hilfsmittel verschaffen, die im Laufe der Ausbildung eines Jagdgebrauchshundes sinnvoll eingesetzt werden können. Gleichzeitig standen erfahrene Hundeführer den Teilnehmern mit vielen praktischen Tipps und Antworten auf ihre Fragen zur Seite.
Anschließend begann der praktische Teil des Welpenspieltages. Die jungen Hunde konnten sich an verschiedenen Stationen spielerisch neuen Herausforderungen stellen und dabei wertvolle Erfahrungen sammeln. Unterschiedliche Untergründe, ein Wippbrett sowie herabhängende Dosen forderten Mut, Neugier und Geschicklichkeit der Hunde. Ziel war es, den Welpen möglichst viele neue Umweltreize in einer positiven Atmosphäre näherzubringen und ihr Vertrauen in ihren Führer weiter zu stärken.
Großes Interesse weckte auch die Arbeit an der Reizangel mit Raubwild. Spielerisch wurde hier der Beutetrieb angesprochen und die Aufmerksamkeit der jungen Hunde gefördert. Ergänzt wurde diese Station durch die klassische Holzklappe, deren lautes Geräusch den späteren Schuss simuliert. Viele Welpen nahmen den ungewohnten Knall erstaunlich gelassen auf – eine wichtige Grundlage für die spätere jagdliche Ausbildung.
Natürlich durfte auch die Nasenarbeit nicht fehlen. Dem jeweiligen Alter und Ausbildungsstand der Hunde angepasst wurden erste kurze Übungsschleppen gelegt. Mit viel Eifer und Konzentration arbeiteten die jungen Wachtelhunde diese Aufgaben aus und zeigten dabei bereits beachtliche Anlagen.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch im nahegelegenen Waldstück. Dort konnten viele der Welpen erstmals Bekanntschaft mit einer Pendelsau machen und so behutsam an Schwarzwild herangeführt werden. Auch diese Station wurde ruhig und ohne Zeitdruck durchgeführt, sodass jeder Hund die Möglichkeit hatte, eigene Erfahrungen zu sammeln.
Zum Abschluss führte der Weg an ein nahegelegenes Gewässer. Mithilfe der Reizangel wurden die jungen Hunde spielerisch an das Element Wasser herangeführt. Während einige Vierbeiner ohne Zögern die ersten Schwimmzüge wagten, benötigten andere etwas mehr Überzeugungsarbeit. Gerade diese unterschiedlichen Reaktionen zeigten, wie wichtig Geduld und eine positive Bestätigung in der Ausbildung junger Hunde sind.
Alle Gespanne durchliefen die einzelnen Stationen mit großem Engagement. Für viele Hundeführer bot der Welpenspieltag nicht nur wertvolle Anregungen für die weitere Ausbildung ihrer Hunde, sondern auch die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit anderen Wachtelhundfreunden. Zwischen den Übungen blieb ausreichend Zeit für Gespräche und fachlichen Austausch.
Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Bei gutem Essen und kühlen Getränken ließ man den gelungenen Ausbildungstag in geselliger Runde ausklingen und zog ein durchweg positives Fazit.
Ein herzliches Dankeschön gilt den Familien Abel und Dellin, die ihr Revier für den Welpenspieltag zur Verfügung stellten und die Veranstaltung tatkräftig unterstützten. Ebenso bedanken wir uns bei allen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen dieses schönen Tages beigetragen haben.
Der große Zuspruch und die vielen motivierten Gespanne zeigen einmal mehr, wie wichtig solche Veranstaltungen für die Ausbildung unserer jungen Wachtelhunde und den Zusammenhalt innerhalb der Landesgruppe sind. Wir freuen uns bereits auf den nächsten Welpenspieltag.
Dieter Sulz Prüfungsgeschäftsstelle
Christian Auch -Schwarz Prüfungswart
Stephanie Kempf stellv. Schriftführerin
